Foh­len­me­di­zin

Neo­na­to­lo­gie — das neu­ge­bo­re­ne Fohlen

Nach etwa elf Mona­ten ist die War­te­rei vor­bei, das Foh­len ist gebo­ren! Ein Vor­sor­ge­sche­ma für Foh­len (Gies­se­ner Vor­sor­ge­sche­ma I und II) erlaubt Ihnen eine sehr objek­ti­ve Beur­tei­lung der Vita­li­tät Ihres Foh­lens. Einen sol­chen Beur­tei­lungs­bo­den fin­den Sie als Down­load hier. Eine Erst­ver­sor­gung des Foh­lens und eine ers­te tier­ärzt­li­che Unter­su­chung reicht in der Regel am nächs­ten Mor­gen. Eine Kon­trol­le des Immun­glo­bul­in­sta­tus soll­te eben­falls erfol­gen, ein bewähr­tes Sys­tem, das auch in gro­ßen renom­mier­ten Zucht­stät­ten zur Rou­ti­ne gehört. Aber ins­be­son­de­re bei Pro­blem­ge­bur­ten, bei Stu­ten mit wenig Eute­r­an­bil­dung oder geschwäch­ten Foh­len soll­te eine IgG-Kon­trol­le durch den SNAP-Test durch­ge­führt werden.

Zur Neu­ge­bo­re­nen-Ver­sor­gung zählt die so genann­te Adap­t­ati­ons­pha­se von der intra-ute­ri­nen zur extra-ute­ri­en Umge­bung nach der Geburt. Hier kön­nen eini­ge Stö­run­gen auf­tre­ten: kein voll­stän­di­ger Abgang des Darm­pechs, Ver­än­de­run­gen am Nabel, all­ge­mei­ne Kör­per– und Trink­schwä­che, Anti­kör­per­man­gel und begin­nen­de Sep­sis. Wir sind in der Tier­ärzt­li­chen Pra­xis für Pfer­de auf Boy­en­stein für die­se Fäl­le vor­brei­tet und unter­stüt­zen Sie und Ihr Foh­len ger­ne in den ers­ten Lebenstagen. 

Stö­run­gen in den Glied­ma­ßen­ach­sen wie Seh­nen-Stelz-Fuß oder mas­si­ve Durch­trit­tig­keit wer­den kon­ser­va­tiv, oder wenn not­wen­dig, chir­ur­gisch ver­sorgt, um einen spä­te­ren Ein­satz als Reit­pferd zu ermög­li­chen. Hier­zu arbei­ten wir auch mit ihrem oder unse­rem Schmied zusammen.