Boy­en­stein

his­to­ri­sches Remontedepot

Nach den napo­leo­ni­schen Krie­gen wur­de West­fa­len durch Beschlüs­se des Wie­ner Kon­gres­ses 1815 Preu­ßen zuge­teilt. Aus den Gehöf­ten der Bau­ern­schaft Hol­ter wur­de 1845 die “König­li­che Domä­ne” Gut Boy­en­stein erho­ben. 1853 wur­de durch Amts­mann Gropp Gut Boy­en­stein gepach­tet. Boy­en­stein prä­sen­tiert sich als ein his­to­ri­sches und tra­di­tio­nel­les Gut im Her­zen West­fa­lens im Land­kreis Waren­dorf. Durch die gute Lage auf einer klei­nen Kup­pe konn­te Stau­ungs­näs­se ver­hin­dert wer­den, der Becku­mer Boden — reich an Mine­ra­li­en und mit guten Gras­auf­wuchs — mach­ten das Gut Boy­en­stein für die preu­ßi­sche Kaval­le­rie und Preu­ßi­sche Gestüt­ver­wal­tung inter­es­sant. So ent­stand kur­ze Zeit nach der Erhe­bung des Domä­nen Amtes ein Remon­t­en­de­pot. Die­ses befolg­te der Divi­se die „Schol­le prägt das Pferd“, eine alte, aber immer noch gül­ti­ge Phi­lo­so­phie in der Pfer­de­zucht. Im Lau­fe der Zeit wur­den auf Gut Boy­en­stein eng­li­sche Voll­blü­ter gezüch­tet. Unter ande­rem aus der erfolg­rei­chen deut­schen Voll­blut­fa­mi­lie TB5h mit der Stamm­stu­te Waldrun, aus die­ser Linie ent­springt auch der in Gestüt Ravens­burg gezo­ge­ne Windwurf.